i be gan.

Archive for Dezember, 2005

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Gerade waren da zehn sehr attraktive Männer in meinem Wohnzimmer. Und mein Bruder, aber den ignorier ich mal.

Hach.

(Es geht ihr gut. Wirklich.)

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Es ist nicht einfach, sie hier zu sehen. Und wieder so zu sein, wie es eigentlich immer gewesen ist. Plötzlich wieder von sich als Teil einer Gruppe auszugehen, die man schon fast hinter sich gelassen hat, aus der man schon fast herausgewachsen ist, aber nicht will.
Es ist seltsam schön, ein Zurücksinken in das Damals, als das größte Problem die kleinen Streitigkeiten mit den Brüdern waren und Rohre aus Löwenzahnstengeln den ganzen Nachmittag ausmachen konnte. Oder später, als ich sie dann nicht mehr aushalten konnte, sie gehasst, und ihre Sturheit und Sicherheit verachtet und gleichzeitig darum beneidet habe. Und wie ich dann plötzlich merken musste, dass sie doch gar nichts wissen, manche ihrer Entscheidungen schlichtweg falsch sind, und dass ihre ewige schreckliche Gewissheit auch nur aufgesetzt war. Dass sie auch nur Menschen sind. Dass sie es auch nicht besser wussten. Niemals.
Auf einmal waren die Rollen anders verteilt, ich frage nicht mehr so viel, ich werde gefragt, nicht mehr mein Vater erklärt mir die Welt, ich glaube nicht mehr an seine Allwissenheit, wir stehen gemeinsam da und zweifeln – nicht mehr meine Mutter nimmt mich in den Arm, sondern ich bin da und höre ihr zu, wie sie erzählt, von ihren Fehlern, die sie lieber nicht gemacht hätte, und dass sie das niemals so gewollt hat und nicht weiß, ob sie sich mit dem was jetzt ist, zufrieden geben kann oder will, all die Dinge, von denen ich damals keine Ahnung hatte und die einem im Nachhinein noch mehr das Herz zerreißen.
Und es tut weh, sie so zu sehen, sich wieder in sie einzufühlen und das nicht mehr mit ganzem Herzen zu können. Sie sind nicht mehr meine Helden, schon lange nicht mehr, aber sie entgleiten mir. Oder ich entgleite ihnen. Ich bin nicht mehr wirklich ihre kleine Tochter, die ewige Heulsuße, die ständig zeichnet. Sie sind nicht mehr die ersten, die ich brauche, wenn es mir schlecht geht. Sie wissen nicht mehr alles, das wussten sie nie, aber sie sind nun viel zu weit weg, um überhaupt eine Chance zu haben, mehr zu wissen, als ich sie wissen lassen will.
Ich bin schon vor langer Zeit gegangen, komme immer wieder zurück, aber niemals wieder ganz. Und das tut weh. Auch weil ich nicht weiß, wohin.

(file under:
Dinge, die ich hier wohl nicht bloggen sollte)

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Eine kleine Weihnachtsgeschichte

Die Tiere diskutierten einmal über Weihnachten. Sie stritten, was wohl die Hauptsache an Weihnachten sei.
“Natürlich Gänsebraten”, sagte der Fuchs, “was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten!”
“Schnee”, sagte der Eisbär, “viel Schnee!” Und er schwärmte verzückt: “Weiße Weihnachten feiern!”
Das Reh sagte: “Ich brauche aber einen Tannenbaum, sonst kann ich nicht Weihnachten feiern.”
“Aber nicht so viele Kerzen”, heulte die Eule “schön schummrig und gemütlich muss es sein. Stimmung ist die Hauptsache.”
“Aber mein neues Kleid muss man sehen”, sagte der Pfau. “Wenn ich kein neues Kleid kriege, ist für mich kein Weihnachten.”
“Und Schmuck,” krächzte die Elster, “jede Weihnachten kriege ich was: Einen Ring, ein Armband, eine Brosche oder eine Kette, das ist für mich das Allerschönste.”
“Na, aber bitte den Stollen nicht vergessen”, brummte der Bäre, “das ist doch die Hauptsache, wenn es den nicht gibt und all die süßen Sachen, verzichte ich lieber auf Weihnachten”.
“Mach`s wie ich”, sagte der Dachs “pennen, pennen, das ist das Wahre an Weihnachten, mal richtig ausschlafen!”
“Und saufen!” ergänzte der Ochse “mal richtig einen saufen und dann pennen!”, dann aber schrie er “Aua!”, denn der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt. “Du Ochse!” [...]

Dann kommt die Moral von der Geschicht´,
aber die Moral, die blogg` ich nicht,
denn die Moral, die gibt es nicht.

Einen herzlichen Dank an die Spender der besten Weihnachtsgeschenke ever: Eieruhren, Flaschenöffner, Dosenöffner, Kaffeetassen und eine Geschichte, die einem beim Mittagessen über die tägliche Krise multipliziert mit Weihnachten und dann noch potenziert mit neun mal eher schlechter Laune hinweghilft. Hah, ihr lieben Senner, was wäre ich ohne euch. (Meine Küche zum Beispiel, die wär nicht halb so gut ausgerüstet…)

Doch die Moral von der Geschicht`:
IchmussjetztwegweilichnocheineinbisschenheiklesWeihnachtsgeschenkfertig
machenmussunddaseineziemlicheArbeitistwaaahhh…

Erträgliche Feiertage, oder so…

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“Du musst einen mit roten Wangen nehmen!”

Ich bin zu Hause, und Chris Rea singt zum dritten Mal Driving Home For Christmas, zwar mit ein klein wenig Verspätung, aber Pünktlichkeit war noch nie meine Stärke.

Mir geht es gut.

Die Wiener Linien haben mir heute Niederflurbahnen geschenkt, der Augustinverkäufer einen Nudelengel, die ÖBB eine funktionierende Heizung, der Schnee am Brenner einen Märchenwald, Val und Gabi ein ziemlich unerwartetes Päckchen (Danke!!), Davus seinen Nachrichtensprecherauftritt (ja, ich kenne auch Menschen, die nicht bloggen), trenitalia eine Halbstundentaktung auf meinen letzten dreißig Kilometern, eine Mail einen wahnsinnigen Grinser, und meine Familie ein Lächeln. Nein, mehrere.

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