i be gan.

Archive for Januar, 2006

Idiosynkrasie

Nie morgens frühstücken können. Immer erst ein, zwei Stunden später, wenn der Magen und der Kopf sich beruhigt haben. Mit Marmaladenbrot (Pfirsich, von Mama) und einem Liter Schwarztee dasitzen und an die Nacht denken. An Oma, die zuerst Onkel Dagobert war, und dann zu Oma wurde. An Oma, die sich an meinen Arm gehängt hatte, und mit mir die Spinde überprüfen wollte. Sie wollte Geld hineinstecken, um herauszufinden, ob die Münzen in zehn Jahren noch da wären. Der Spind, in dem ein griechischer Tempel steckte. Den sich eine Frau hat bauen lassen, die ich kenne, seit ich Kind war. An meine Tante, die von meinen Schuhen begeistert war, als meine Oma und ich endlich die Treppen runterhüpften. Beige, ein paar Lederbändchen, hochhackig. Mit roten Blümchen drauf. Fast die selben Schuhe, die ich mir damals in Malaga gekauft (ohne Blümchen) und noch nie getragen habe. Meine Tante trug ein weißes Leibchen und Hotpants. Oma auch. Ich auch. Dann wars vorbei.
Das Marmeladenbrot ist gegessen, der Tee noch heiß, Urban II ruft mich.
Idiosynkrasie.

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“Ich bin nicht dumm! Ich habe nur manchmal Pech beim Denken…”

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Ich bin eine Blogfotografin! Ich bin eine Blogfotografin!

(außerdem langsam von Begriff.)

(und ich hasse BWL-Prüfungen)

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Vom studentischen Leiden an Bagatellen, Begrifflichkeiten und Bajuwaren

Der Jänner. Dieses falsche Aas
schaut drein, als wäre er eigentlich ganz nett und unschuldig, schiebt den Dezember mit seinem Pudelmützchen und der roten Nase vor, baut noch schnell ein paar Wochen Ferien ein,

WettschwimmenderkleinenSchwesterbeiwowendlichLevelvierzig
unddamiteinFeuerpferdWeihnachtenMittagessenmitOmaAbendessen
beiderTanteSilvesterKaffeeundKuchenmitdergesamtenVerwandschaft
GeburtstagdesgroßenBrudersKlassentreffen, zuviel Punsch und Kekse und Wein und gutes Essen und Sekt und calcietto calcetto, du meinst alles ist gut und einfach und ehkeinstress, das geht dann schon noch…
Du hast ihn vergessen, das ist seine Taktik, du sollst dich in Sicherheit wiegen, träumen und taumeln, er lässt sich dann auch noch sehr viel Zeit mit dem Anfangen, sehr viel Zeit – und dann ist er da, du sitzt schon wieder im Zug, und es haut dich nieder. Bumm.
Schleppst dich am Boden nach Wien und bist sowieso schon antriebslos und ICHHABEKEINELUSTINDIEKÄLTERAUSZUGEHEN und frierst und ICHHASSEMEINENSTUNDENPLAN und lebst fast von Schwarztee und Äpfeln und Schokokeksen allein und die Bücher sind sooo schwer, meine Schrift sooo unleserlich, Publizistikstudenten sooo dumm, und du hast viel zu wenig Melatonin, dieSonneistwegundeswirdniemehrwarmwerdenniemehr, und dann sind da diese drei Wochen, die sich zum Ziel gesetzt haben, dich fertig zu machen, vulgo Jänner, denn danach hast du ja wieder Ferien, du faule Studentin, es sind doch nur drei Wochen, und du hast doch sicher was über die Weihnachtsferien getan – Ja sicher habe ich das. Ich habe zum Beispiel ein paar Bücher nach Hause geschleppt, sie nicht aufgeschlagen, wieder eingepackt, weil doch Ferien, weil doch noch so lange Zeit und im Jänner pack ich das mit links, außerdem bin ich zu Hause… und calcetto!!

Jännerverdammtdumachstmichwahnsinnig

(und hab ich schon mal von meinen zehn Minuten Panik erzählt, als ein Bayer meinte, Jänner sei gar kein echtes deutsches Wort… Ich habe im Duden nachgeschaut, porzellana)

Jänner.

Januar.

seufz.

(thirteen days to go)

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