Der Brunnen, der am Abend raunt. (Gan liest)
Gestern abend fiel mir plötzlich wieder ein, wie ich meiner kleinen Schwester Astrid Lindgrens Mio mein Mio aufgenommen habe, nur ich, meine seltsamen s-Laute, audacity, und mein halbkaputtes Mikrophon, und wie sie es, obwohl sie jetzt wirklich tief in der Pubertät steckt, immer noch liebt, und mich immer wieder daran erinnert, dass ich ihr noch die letzen beiden Kapitel schulde, Mio also immer noch in der tiefsten Höhle im schwärzesten Berg sitzt, – ich habe mich also daran erinnert, und auch an einen Text von Val, den ich damals schon zauberhaft fand, wenn man zauberhaft sagen kann, also wunderschön, und dann saß ich da, mit audacity, meinem Mikrophon, und wollte lesen, und weil ich Mio nicht fand, habe ich Val gelesen, und weil sie und Gabi mir einmal ein Buch geschenkt haben, mit dem Titel Der Himmel über Meran, das zwar das Versprechen aus dem Titel nicht hielt, aber der Titel war fast ebenso zauberhaft, und dann las ich es wieder, ihr Der Himmel über Wien – und wenn es funktioniert, dann kann man hier meine Stimme runterladen und hören, wie sie eben jenes Zauberhafte liest, mit meinem kleinen s- und sch-Fehler, aber… – ach hört doch einfach hin…
(Ich weiß, Peter Falk klingt anders.)
(ich habe ja noch nicht auf Urheberrechtsprüfung am Mittwoch gelernt, deswegen die Frage: darf ich das?
5 commentsIn meinem Kopf.
Mein Bruder kommt nach Wien, mich besuchen. Oder das Donauinselfest. Und er bringt Rübe und Holzi mit. Jetzt muss ich irgendwie an Räuber Hotzenplotz denken. Und weil ich seit gestern, als mir Val sehr begeistert das Bild eines, naja, nahezu eruptierenden Springbrunnen zugeschickt hat, ständig Frank Sinatra Love and Marriage singen höre, und Al Bundy vor mir sehe, wie er gerade von der Toilette kommt, und sich zufrieden die Hosen hochzieht (nein, hier kein Link!), wird das heute Nacht wohl ein sehr interessanter Traum.
2 commentsDen Kopf in den Nacken, das Sofa hat eine gute Höhe, schlafen, die Augen offen, weil Kontaktlinsen. Dort oben, die Sterne, der Himmel, grün und rot und schwarz und blau, und ich denke an die ersten Spuren im Schnee, an eine eingelullte Welt, die mir gehört, mir ganz allein, an die Straßenlaterne, an den kleinen Schneemann, an die Wollkappe, die meine Mutter gestrickt hat, an den Ofen, an dem meine nassen Socken hängen. Den Kopf nach hinten, nach oben schauen, zu den Sternen, sind das Engel??, der Himmel grün und rot und schwarz und blau, und ich denke an den Nussbaum, den mein Vater gepflanzt hat, als er ein kleiner Junge war, mit seinem Vater gemeinsam, den ich nie kennen gelernt habe, aber du hättest dich gut mit ihm verstanden, er hätte alles für dich gemacht, sagt meine Oma und im gleichen Atemzug, dein Vater hat nie so mit seinen Eltern gesprochen, das wäre nicht gegangen, – ich denke an das Photo, das in der Stube hängt, mein Opa, mit einem Glas Wein, lachend, er war sehr beliebt, weißt du. Den Kopf nach hinten, die Augen offen, weil Kontaktlinsen, obwohl ich schlafen könnte, wollen würde, der Himmel dreht sich, nein nur die Sterne, und die goldenen Engel und der Himmel, grün und rot und schwarz und blau, und ich höre nichts, die Musik ist so laut, sie reden mit mir, ich höre nichts, ich verstehe nichts, ich bin nicht betrunken, ich träume nur, ich schlafe nur, aber mit offenen Augen, wegen den Kontaktlinsen, ich warte auf den Morgen, und ich denke an die anderen, die nicht nach Wien gegangen sind, die mir manchmal fehlen, aber nein, heute nicht, hier ist es laut, sie singen Lieder, die ich nicht kenne, und ich lächle, meine Augen brennen, der Rauch, die Kontaktlinsen, ich lächle, ich fühle mich irgendwie wohl, ich weiß aber nicht, und der Himmel dreht sich. Grün und rot und schwarz und blau.
Als ich nach Hause kam, sang im Innenhof ein Vogel.
Ich paraphrasiere nicht.
Ich verlinke.
[aber dass mein Dirty Dancing-Geständnis einfach so veröffentlicht wurde...]
[I'm loving it.]
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