i be gan.

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Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen, haben Sie das schon erlebt. Man sieht zwar
nicht wie die Bäume blühen. welche besonders beliebt. Hoffen Sie nicht auf den
Walzerklang oder auf Herzchen aus Gold, man hat sich davon schon Gott sei Dank
einigermaßen erholt.

Darum habe ich meinen ipod.
(Ich wollte ja schreiben, darum hab ich meinen Walter, aber das würde seltsam klingen. Irgendwann muss ich aufhören, Dingen Namen zu geben. Ja.)

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Gerade eben hat man mir einen guten Morgen gewünscht.

(Verzweifelte Überschriftensuche um meine erste YouTube-Verlinkung meines Ohrwurms schlechthin einzuleiten. Gestern habe ich einen Raum betreten, und eine ältere Dame seufzte “Das Gesichtchen!”. Ihr Mann hat mir daraufhin seine Lebensweisheiten mitgeteilt. Es wird wieder Zeit.)

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(und weiß vielleicht jemand, wie ich die beiden freundlichen Pfeile da oben los werde?)

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Melancholie

Immer noch den Kontrabass sexy finden, obwohl sich die Stirn langsam lichtet und die Jacke immer noch die selbe ist. Die Gesichter der Anderen kenne ich nicht, kannte ich nicht, ich kannte nur ihn, weil sie nur sporadisch mit uns spielten, und die Anderen dabei saßen, er aber stand, und ich spürte das Vibrieren seines dunkelbraunen Kontrabasses, da wo ich stand, drei Schritte hinter ihm. Irgendwelche Messen singend, von irgendwelchen großen Komponisten, deren Erhabenheit man nur noch erahnen konnte. Die Ausläufer der Musik wurden übertönt von dem Krächzen des Soprans, dessen Altersdurchschnitt in den Sechzigern lag, und dem Blöken der Tenöre, die, obwohl nur zu viert, trotzdem den zehnköpfigen Bass zu überlagern suchten. Er stand da vorne, achtete nicht auf den Dirigenten, der auch Chorleiter war und einst im Hochsommer das Hemd dort oben auszog und das Gloria im Unterleibchen dirigierte – er hatte die Augen geschlossen, strich die Saiten und spielte und ich stand quer hinter ihm und sang und wünschte, ich wäre ein Kontrabass.

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Wie ein Toastbrot im Regen

Und dann ertappt man sich plötzlich dabei, wie man sich an Teelichtern wärmen will. Das Zimmer duftet leicht nach Zitronen-Melisse, draußen wagt der Schnee einen neuen Ansatz und im Fenster gegenüber steht ein siebenarmiger Elektroleuchter.

Manche Dinge darf man einfach nicht beim Namen nennen.

Dreiundfünfzig Tage lang läuft alles gut, und dann sagt man einmal “irgendwie freu ich mich schon wieder auf zuhause”, sagt es nur so dahin – und es schlägt dich ins Gesicht.
Lachend.

(Existenzfrage: Bin ich ein weinerliches Emoblog?)
(Existenzantwort: Nein, aber auf dem besten Weg dorthin, also… mach was. Anderes. )

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