Schiefe Bilder
[beware: Eigenerfahrungen, vermischt mit einer etwas negativen Grundstimmung]
Das Studium ist wie ein Trachtenumzug: Man bereitet sich gespannt und mit großem Aufwand vor, wartet lange darauf, endlich losziehen zu dürfen, malt sich so einiges aus, dann reiht man sich endlich ein, beginnt seine Runde und erkennt – Da sind noch hundert Andere, die sich genauso aufgeputzt haben, genauso aussehen und genau dasselbe machen. Man marschiert und läuft seine Strecke ab, achtet dabei vor allem auf die Außenwirkung (joviales, nicht zu häufiges Winken in Richtung der Schaulustigen, die genau dasselbe schon vorher gesehen haben, und nachher noch sehen werden). Am Ende ist man todmüde, die Füße tun weh, man hat einen Krampf im Arm, aber nichts besonderes geleistet und vor allem: Keine Ahnung, was man jetzt denn machen soll.
[Ich hatte gewarnt]
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